Lehmmuseum Gnevsdorf

Marita Kiehnscherf

Steinstraße 64 a
19395 Ganzlin OT Gnevsdorf

Telefon (038737) 33830 Lehmmuseum
Telefon (038737) 20207 FAL e. V.

Telefax (038737) 20117

E-Mail E-Mail:
E-Mail E-Mail:
www.lehmmuseum.de
www.earthbuilding.eu Europäische Bildungsstätte für Lehmbau
www.fal-ev.de Verein zur Förderung angemessener ökologisch-ökonomischer Lebensverhältnisse westlich des Plauer See

Öffnungszeiten:
Saisonbetrieb 1. Mai bis 30. September, Di - So, 10.00 - 17.00 Uhr und auf Anfrage
Schaubacken:
Mai bis September: 1. und 3. Freitag, ab Mittag

Lehmmuseum Gnevsdorf
Lehmmuseum Gnevsdorf

Lehm als Baustoff aus der dünnen Schicht des Lebendigen wie er seit je von Tieren und Menschen zum Bauen genutzt wurde. In der alten reetgedeckten Feldsteinscheune fanden wir ihn überall, haben das Notwendige wiederhergestellt, ohne die Spuren des hundertjährigen Gebrauchs zu glätten, und ihm mit Modellen und Exponaten Deutschlands erstes Museum gebaut, in dem ihn jeder selber in die Hand nehmen und seiner Faszination nachspüren kann.


Veranstaltungen


20.05.​2019
10:00 Uhr
Internationaler Museumstag
10:30 Uhr und 14:00 Uhr ermäßigte Führungen [mehr]
 
03.08.​2019
12:00 Uhr
Sommerfest am Lehmmuseum
Köstlichkeiten in Lehm gebacken [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Reguläre Öffnungszeiten sind auch für September wieder abgesichert

(17.08.2018)

Durch das große Engagement einiger Mitglieder unseres Förderkreises können die regulären Öffnungszeiten nun doch auch für September wieder abgedeckt werden! Vielen Dank dafür!

In Gedenken an Marina Stolte

(12.08.2018)

Wir gedenken unserer engagierten und dem Museum über viele Jahre verbundenen Kollegin Marina Stolte.

Sie ist am 7. August 2018 nach vielen Monaten des beherzten Kampfes ihrem Krebsleiden erlegen.

Zusammen mit ihrer Kollegin und zweiten Vorsitzenden des Förderkreises Marita Kiehnscherf hat sie in unserem Museum jahrelang die Besucher empfangen, in versierter Weise Geschichten über den Lehm erzählt, während der Backtage das Brot aus den Ofen geholt, hatte immer einen guten Fachliteraturtipp parat und kümmerte sich "nebenbei" noch um die Buchhaltung.

 

Kurzum:  wir vermissen unsere Allrounderin! Sie wird eine große Lücke reißen, aber für immer in unseren Herzen und unserer Erinnerung bleiben.

 

Britta Wolff

Förderkreis Lehmmuseum-Gnevsdorf e. V.

1. Vorsitzende

Foto zur Meldung: In Gedenken an Marina Stolte
Foto: Andrea Theiss

Kindertag im Lehmmuseum

(22.06.2018)

GNEVSDORF Seine Gestalt war aus Lehm geformt, aber viel größer als ein Mensch. Als er zum Leben erweckt wurde, war seinen Schöpfern nicht unbedingt klar, welche Folgen das nach sich ziehen sollte. Die Rede ist von einer Legende, vom Golem.

Der komplette Kindertag im Gnevsdorfer Lehmmuseum war gestern seiner Geschichte gewidmet. Unter Anleitung und Ermutigung durch die Künstlerin Andrea Silbermann (Theaterplastik, Grafik-Design) manschten die Kinder kreativ nach Herzenslust mit dem erdigen Werkstoff herum, um ihrem Golem die Gestalt ihrer Fantasie zu geben. Die dabei entstandenen Figuren durften mit nach Hause genommen werden.

Parallel dazu gab es Geschichten um den Mythos des Golem zu hören. „Golem – eine Prager Legende“ hieß das Buch von Jean Villemin, aus dem Winfried Altmann spannend vorlas. Auch Mirjam Pressler hatte sich an die seit dem 17. Jahrhundert überlieferte Geschichte gehalten, in der vom Prager jüdischen Geistlichen Löw ein Diener erschaffen wurde, der ihm am Sabbat die Alltagsarbeiten abnehmen sollte. Auch sollte sein Golem durch die Stadt streifen und Verdächtige kontrollieren, die den Juden Ritualmorde an Kindern anlasten wollten. Einmal war vergessen worden, den Golem schlafen zu schicken, worauf er durch die Stadt raste und große Zerstörungen anrichtete. Als ihn Rabbi Löw stoppen konnte, zerfiel er wieder zu Lehm. In der Zeit der Romantik nutzten Schriftsteller den üblichen Antisemitismus, um den Golem als Sinnbild für stupide Gewalt zu verunglimpfen. Er wurde Hauptdarsteller in Theaterstücken und Fantasie-Romanen, seine Geschichte wurde sogar mehrmals verfilmt.

Kinder waren herzlich dazu eingeladen, den Geschichten zu lauschen oder auch selber Bücher über den Golem in die Hand zu nehmen. Der Museumsladen hatte dazu beispielsweise den Comicroman „Lehmriese lebt!“ zur Verfügung gestellt. Darin hat Anke Ruhl eine Geschichte über zwei Kinder aufgezeichnet, die selbst einen Golem bauen, der über Nacht wundersam zum Leben erweckt wird und allerlei Unsinn anstellt.

Das Lehmmuseum Gnevsdorf widmete am Kindertag eine ganze Abteilung zum Lehm in den Sagen und Mythen der Völker. Damit wollte das Museum auch das Lesen fördern und den Kindern einen Zugang zu natürlichen Materialien ermöglichen. Für Kinder und deren Eltern war die Teilnahme am Golem-Tag kostenfrei, es wurde jedoch um eine Materialspende gebeten.

 

Autor und Fotograf: Horst Kampe, freier Journalist,

 

0179 / 694 33 45

Foto zur Meldung: Kindertag im Lehmmuseum
Foto: Ein Golem wie aus dem Bilderbuch.

Jugendliche besuchen Lehmmuseum

(09.06.2018)

Für den 13 Juli hat sich eine Gruppe Jugendlicher angemeldet, die den Lehm selbst in die Hand nehmen wollen.

Warum nicht auch mal einen Kindergeburtstag so verbringen?

Foto zur Meldung: Jugendliche besuchen Lehmmuseum
Foto: Kinder beschäftigen sich kreativ mit Lehm