Kurzinfo: Klein Schmölen

Wanderdüne
Wanderdüne

Das abschmelzende Eis der Eiszeit bildete in Mecklenburg eine letzte Endmoräne. In der Landschaft südlich davon, in der sich das Urstromtal der Elbe herausbildete, wurde durch die abfließenden Wassermassen der Lehm im Boden heraus gewachsen. Es blieb nur ein heller Sandboden übrig. Dieser bestimmt noch heute den Charakter der Landschaft. Im Laufe der Jahrhunderte kam es durch Winde, die in dieser Gegend vorherrschend aus Nordwest wehen, zum Aufwerfen der Schmölener Düne.

Auf der Südseite der Düne entstand eine Siedlung. Diese Siedlung (der heutige Ausbau) trug den Namen Smolna (Teer) bzw. Smolnitz (Teerbrenner). Köhler sollen hier einst Teer für den Schiffbau gewonnen haben. In einer Beschreibung des Amtes Dömitz von 1566 findet sich der Name: „Lütgen Schmölen“. Die Ansiedlung hatte inzwischen auch die Nordseite der Dünen erreicht.

Die sich im Raum Dömitz entwickelnde Industrie des 19. Jahrhunderts, ließ auch Klein Schmölen wachsen. 1950 wurde Klein Schmölen eingemeindet und ist seitdem ein Ortsteil von Dömitz. In dieser Bebauung gibt es Klein Schmölen noch heute. Der beschauliche Ort liegt am Fuße der größten Binnen-Wanderdüne Europas, die seit 1985 unter Naturschutz steht (heute NSG Naturschutzgebiet).

In Klein Schmölen leben heute 227 Menschen.

Es gibt mehrere Vereine im Ort. Der aktivste mit 51 Mitgliedern ist die Freiwillige Feuerwehr. Sie ist gleichzeitig der Träger des kulturellen Lebens im Ort.